
Sie möchten auch einmal erleben, wie anstrengend es ist, VeranstalterIn eines Hundeseminars zu sein? Bitte.
Hier finden Sie eine kleine Auswahl möglicher Themen, die eingeteilt sind in Abendvorträge, theoretische Seminare und praktische Workshops. Die ausführliche Beschreibung der Seminare und Workshops sind als Download verfügbar. Weitere Themen, individuelle Variationen oder spezielle Schulungen sind möglich.
Abendvorträge dauern meist zwei bis drei Stunden und sind, angepasst an die Uhrzeit, kurzweilig und humorvoll. Vorträge können auch für den Vorabend eines Seminars/Workshops gebucht werden. Die Teilnehmeranzahl ist nicht begrenzt.
Kritisch humorvolle Betrachtung angesagter Methoden und Hilfsmittel in der Hundeerziehung und Prüfung auf deren Richtigkeit vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Erkenntnisse.
Wer heute bei der Hundeerziehung alles richtig machen will, kann verzweifeln. Unzählige Bücher verkaufen einem ,,die Methode", um aus dem vierbeinigen Hausgefährten einen sozialverträglichen Familienhund zu formen, Genauso verhält es sich bei Hundetrainern. Wahre Glaubenskriege werden inzwischen um die einfachsten Fragen geführt. Die Folgen sind unübersehbar: Gestandene Mittfünfziger tragen einen Hilfsmittelgürtel um den Bauch und loben ihre Hunde mit seltsam verstellten Quietsche-Stimmchen. Gestresste Hausfrauen planen ihren anstrengenden Alltag neu, weil sie ja noch mit dem Hund jagen gehen müssen. Kinder werden beauftragt, den Hund anzugähnen, damit der sich nicht herausgefordert fühlt. Auf der Hundewiese kommt niemand an dem selbst ernannten Kompetenzteam vorbei, bestens informiert und ständig auf der Suche nach Opfern, die ungefragt belehrt werden. Und plötzlich ignorieren zuhause alle den Hund, laufen verkrampft durch die Wohnung, lassen sich die ungewöhnlichsten Möglichkeiten einfallen, um ja als erster durch die Tür zu gehen, während die Geräusche -CD im Hintergrund dröhnend die Stimmung weiter auflädt...
Warum spielen Hunde so selten auf Hundewiesen? Warum kann das Spielen mit dem Ball so gefährlich sein? Es gibt viele Falschbeurteilungen über Spielverhalten von Hunden. Nach diesem Vortrag werden die Hundewiesen zwar leerer, aber die Hunde hoffentlich ernster genommen.
Warum reden wir so viel mit Hunden? Wie funktioniert die Kommunikation zwischen Menschen und Hunden? Wieso kommt es immer wieder zu Schwierigkeiten? Wie erklärt sich zum Beispiel aggressives Verhalten an der Leine über Watzlawicks Gesetze der Kommunikation? In den Beschreibungen wird sich jeder selbst sehen und hat neben dem Aha-Effekt auch eine Menge zu lachen.
Was hat Verliebtsein mit dem Jagen zu tun? Wie kann man Jagdverhalten kontrollieren? Aus Sicht der Hunde sind wir Menschen schlechte Jäger und haben dann noch Ansprüche. Wie sollte man diese formulieren? Und dabei noch gut aussehen?
Sie lernen den ganzen Tag über und in der Regel nicht das, was Menschen wollen. Während wir uns noch streiten, ob Belohnung oder Bestrafung sinnvoll wäre, haben sie schon wieder was gelernt: Menschen denken zu viel. Um diesem Denken mehr Grundlage zu geben, wird im Vortrag das Lernverhalten von Hunden strukturiert dargestellt und auf das echte Leben übertragen.
Es ist ein gutes Gefühl der Gewinner zu sein. Es ist nur schwierig, einen Gewinner an der Leine zu haben. Motive für aggressives Verhalten gibt es viele und die kennen wir alle. Man verteidigt seine Einkäufe, territorialbedingt zäunen wir unsere Grundstücke ein und schließen die Haustür ab, Auseinandersetzungen in Discotheken sind in der Regel sexualmotiviert und bei starken Rückenschmerzen sind wir unerträglich im Umgang mit anderen. Stechen wir deshalb gleich einen anderen Menschen ab? Wahrscheinlich nicht, denn wir haben gelernt, in dem Ausleben von aggressiven Verhalten gehemmt zu sein. Das können Hunde auch. Bleibt nur die Frage: "Wie?"
Hat es immer eine soziale Aussage, wenn Hunde gähnen, einem im Weg stehen oder ihren Kopf auf unser Bein legen? Und wenn ja, welche? Warum bewerten Menschen Demutsverhalten mal als Angst und dann wieder als Freude? Vielleicht ist die Körpersprache komplexer als Menschen denken. Finden Sie es heraus.
"Komm her." "Bleib dran." "Fuß jetzt." "Nicht so weit." Hunde hören solche Aussage täglich von Welpenalter an. Der Wunsch von Menschen nach Nähe scheint unersättlich. Je größer die Distanz des Hundes, desto bemühter sind die Menschen. Irgendwas machen wir falsch - beziehungsweise die Hunde richtig. Ist es nicht seltsam, dass ein Hund nur bleibt, wenn er etwas dafür bekommt oder weil ihm ansonsten böse Strafen angekündigt werden? Hunde spielen in der Kommunikation mit Nähe und Distanz, zeigen ein beeindruckendes raumzeitliches Verhalten. Von ihnen können wir viel lernen und es ihnen leichter machen, zu bleiben. Manchmal braucht man Distanz, um Nähe zu ertragen...
Angst ist ein beliebter Grund für jegliches Fehlverhalten von Hunden. Aber wann spricht man überhaupt von Angst? Allein die Definition wird dazu beitragen, dass es weniger ängstliche Hunde gibt. Leidet ein Hund aber tatsächlich, ist es sinnvoll, sich nicht nur in ihn hineinzufühlen, sondern über professionelle Unterstützung zu sprechen.
Was hilft ängstlichen Hunden? Warum ist eine Desensibilisierung so selten möglich? Und muss denn jede Angststörung therapeutisch behandelt werden? Was gibt es überhaupt für Möglichkeiten?
Hunde bekommen heute sehr schnell den Stempel "verhaltensgestört" aufgedrückt. Dabei wird nicht zwischen gestörtem und störendem Verhalten unterschieden. Eine Störung beginnt, wenn Verhaltensweisen die eigene Selbsterhaltung, Fortpflanzung und den Selbstaufbau verhindern. Die Hunde leiden unter diesem Verhalten und finden nicht selbständig andere Wege. Zum Beispiel lecken sie sich die Pfoten auf, jagen ihrem eigenen Schatten oder imaginärer Beute hinterher, sind hyperaktiv oder haben Ängste. Wie kann man solche Störungen verhindern? Welche Möglichkeiten bietet die Verhaltenstherapie? Vorsicht, nach diesem Vortrag werden einem die eigenen Störungen, aber auch die der Dozentin bewusst.
Seminare sind wissenschaftlich fundierte und spannende zwei Tage, die sich mit theoretischen Themen auseinandersetzen. Die Teilnehmeranzahl ist nicht begrenzt.
In den Workshops wird über ein bis drei Tage mit den mitgebrachten Hunden praktisch zu den jeweiligen Themen gearbeitet. Das veranschaulicht die theoretischen Grundlagen, die als Kurzvorträge präsentiert werden. Die Teilnehmeranzahl sollte nicht mehr als 25 Personen betragen, maximal zehn Hunde können mitgebracht werden.