
Beratungskompetenz gehört dazu
Es ist eine große Herausforderung, in einem Erstgespräch den Hund, den Menschen und deren Beziehung einzuschätzen, darüber hinaus schwierige Themen anschaulich zu erklären und dem Menschen die passenden ersten Schritte zur Veränderung mitzugeben. Erst in der Arbeit wird vielen bewusst, wie wichtig der Umgang mit Menschen ist. Seminare zur Weiterbildung finden Sie im Terminkalender (zum Beispiel Gesprächsführung, Didaktik, Beratung). Interne Schulungen in Hundeschulen oder Tierheimen sind ebenfalls möglich.
Ab Januar 2011 wird es mit dogument eine neue Einrichtung für Aus- und Weiterbildung im Hundebereich geben. Informationen dazu ab Oktober 2010 unter www.dogument.de
Keine Angst vor Aggression
Aggressives Verhalten wird meist als etwas Unangenehmes und vielleicht auch Verbotenes erlebt. Dabei ist es Teil unseres Sozialverhaltens und ist nicht auf das Ausrasten oder körperliche Auseinandersetzungen zu reduzieren. Zunächst bedeutet es in der Übersetzung "Voranschreiten", also "Wo mein Körper ist, kann kein anderer sein." (D. Feddersen-Petersen). Ein reflektierter Umgang mit und der bewußte Einsatz der eigenen Aggressionen kann helfen, sich in den wichtigen Momenten souverän durchzusetzen.
Es gibt verblüffende Entsprechungen zwischen tierischer und menschlicher nonverbaler Kommunikation. Hunde sind soziale Tiere, haben die gleichen Motive wie Menschen, wenn sie sich aggressiv verhalten und sind große Meister im Erkennen von Körpersprache. Sie müssen ebenso wie wir in einer Gruppe bestehen, das heißt einerseits Teamplayer sein und andererseits die eigenen Ansprüche durchsetzen. Während Menschen bewusst ihre Worte wählen, Regeln aufstellen, neue Autos und Kleidung kaufen, vergessen sie darüber ihren Ausdruck. Wer sagen muss, dass er wichtig ist, hat ein Problem in der körpersprachlichen Selbstdarstellung. Hunde haben damit wenig Schwierigkeiten, sie gehen offen in Konflikte, drohen und zeigen gleichzeitig soziale Verbindlichkeit. Sich zu positionieren und körpersprachlich darzustellen kann man von ihnen lernen. In den Veranstaltungen nutzen wir die Fähigkeiten der Hunde, um die Vorgänge analoger aggressiver Kommunikation transparent und bewusst zu machen und sie anschließend auf die tägliche Arbeit übertragen zu können, um wieder Spaß an Konflikten zu entwickeln. Keine Angst vor dem eigenen Körper! Gebissen wird auch nicht!